web2.0, Copycats und FickenVZ.net

Der Spiegel, den ich mir heute kaufte, hat einen relativ großen Artikel über die ganzen Web2.0 Communities, die wie Pilze aus den Böden schiessen. Der Spiegel vergleicht das mit dem ersten Internethype vor einigen Jahren. Bubble 1.0 war irgendwie so ähnlich, erst ein paar vorläufer, dann eine Reihe Copycats und dann etwas, was mein letzter Chef als “Beraterstartups” bezeichnet hat.

Firmen also, die mit dem Sinn gegründet werden, möglichst schnell etwas zu kopieren und noch bevor andere Leute merken, dass der Hype zuende ist, dieses gleich wieder gewinnträchtig zu veräussern.

Aus diesen Gründen gibt es eine kaum noch zu überschauende Anzahl an Communities, die auf User generated Content setzen. Jeder Sparte ihre eigene Community und jeder Freizeitgestaltung ebenso. Die meisten davon werden jämmerlich zu Grunde gehen – und das beste daran – niemand wird sie vermissen.

Doch stechen immer ein paar erfolgsversprechende Startups aus der Masse heraus. Eines davon ist FickenVZ.net, letztendlich eigentlich nur ein Fotovotingprogramm.

Was soll man sagen. Sex sells!. Das ist schon immer so gewesen, und das wird auch nie anders sein. Dazu ein Name, der zum einen an eine der wichtigsten deutschen Startupgeschichten erinnert, zum anderen aber anders als bei den anderen Datingportalen wie singletreffen.de oder Flirt-fever.de keine Frage offen lässt, worum sich diese Webseite handelt. Dating ist schön, aber hier gehts um Sex.

Ich traf neulich die Betreiber und sie meinten es sei unglaublich. Marketing benötigten sie nicht, es würde sich so herumsprechen und die Leute kämen in Scharen zu FickenVZ.net. Wie gesagt. Sex sells.

Nur dass Google sie aus dem Adsense Programm geschmissen hat, das haben die Betreiber noch nicht recht verkraftet. Aber der große Gewinn ist auf dem Gebiet doch eh mit irgendwelchen Dating-Affiliates zu verdienen.

Na das werden sie noch drauf kommen, und dann wirds verschachert an irgendein Dating Portal, dass die Nutzer einsaugt. :)

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