Sprinter und Doping

Heute hat die dreimalige Olympiasiegerin Marion Jones zugegeben, vor den Olympischen Spielen im Jahr 2000 in Sydney mit Steroiden gedopt zu haben. (Siehe hier) Lassen wir das mal so sacken… Und, sind wir verwundert?

Ich selber bin es nicht. Es ist eben in jedem Sport das Gleiche, der nicht nur mit Technik sondern mit Kraft oder extremer Ausdauer zu tun hat.

So wie Lance Armstrong oder Jan Ullrich in menschlich nicht nachvollziehbarer Weise einen Berg hochfahren, Dieter Baumann für einen weissen und deutschen ungewöhnlich gut bei den Kenianern auf 10.000 Meter mitgehalten hat, so wie Ben Johnsson oder Katrin Krabbe erkannt wurden oder sehr männliche Chinesinnen auf der Tartanbahn gesichtet werden.  Wenn extreme sportliche Höchstleistungen geschehen, dann ist immer ein schaler Beigeschmack dabei und oft genug wird es irgendwann später zur Gewissheit, wenn ein Dopinggeständnis folgt.

Ganz ehrlich, ich glaube nicht, dass Leistungen, die über ein gewisses Maß hinausgehen einfach mit normalem Training erreichbar sind. Von acht Sprintern in einem oplympischen Endlauf haben mit Sicherheit etwa 7,99 schon mal irgendwie mit Doping zu tun gehabt und vertrauen darauf, dass es eben nicht mehr nachweisbar ist.

Es ist doch deutlich sichtbar, dass kein überführter Doper im Nachhinein, wo er noch mehr als vorher beobachtet wird, auch nur annähernd ähnliche Leistungen erbringt.

Daher habe ich kein Problem mit Marion Jones. Sie war eben die beste der gedopten. Ich hätte Carl Lewis immer noch bewundert, hätte er es ebenso zugegeben, ich hätte Florence Griffith Joyner noch immer großartig gefunden, hätte sie es zugegeben und und und.

Solange wirklich alles daran gesetzt wird, Dopingsünder zu entlarven habe ich kein Problem mit denen, die durchkommen, denn  deren Methoden kennen sicher auch die anderen und so sieht eben doch der beste Sportler.

Schreibe einen Kommentar